Überschusswasserableitung aus Tagebaurestlochkomplex Nachterstedt

Tagebaurestloch Nachterstedt

Tagebaurestloch Nachterstedt

Projektbeschreibung

Unser Büro plante die Vorflutsanierung (Hauptseegraben) im Bereich der Tagebaurestlöcher Nachterstedt und Königsaue, unter Berücksichtigung der Vorflutersituation an der Selke sowie ein Pumpwerk, 2 Entnahmebauwerke, Tagebaurestlochverbindung mit Hebersystem.

Die Maßnahme umfasst die komplexe Betrachtung der Ableitung von Überschusswässern während und nach Flutung der Tagebaurestlöcher unter dem Aspekt des Grund- und Oberflächenwasserzuflusses und deren jahreszeitlicher Schwankungen. Berücksichtigung fanden geotechnische Aspekte, wie z.B. Standsicherheit der Tagebauböschungen durch die Anordnung neuer Bauwerke, Schutz der Tagebauböschungen gegen Ausspülung, Einfluss des Grundwasserwiederanstieges und der Untergrunddurchlässigkeiten im tagebaunahen Umfeld.

Leistungen

  • Sanierung der Grabensysteme, Länge 8 km
  • Grabenabdichtung mit Bentonitbahnen, Auftriebsschutz
  • Berechnung des Versickerungspotentials, Wasserspiegellagenberechnung
  • Sanierung / Neubau Brücken, Gewässerkreuzungen
  • Geotechnische und Baugrundberatung
  • Neubau der Entnahme- und Einlaufbauwerke
  • Einlaufsohlbefestigung auf Tagebauböschung, Länge 25 m
  • Pumpwerk, 15 m³/min, mit Entnahmebauwerk
  • 1 km Rohrleitungen und Hebersystem DN 600 inkl. hydraulischer Berechnung Heber / Freispiegelleitung
  • Datenübergabe ins System MicroStation
  • LPh 2-9, Tragwerksplanung LPh 2-6

Die Planung der Maßnahmen erfolgte unter den Gesichtspunkten einer ökologischen Gewässergestaltung und -durchgängigkeit sowie von landschaftspflegerischen Randbedingungen

Technische Daten Pumpwerk

  • Förderleistung: 15 m³/min
  • Förderhöhe: 5,0 m
  • Druckrohrleitung: 100 m

Auftraggeber

LMBV mbH, Betrieb Mitteldeutschland, Walter-Köhn-Straße 2, 04356 Leipzig

Investitionssumme

3,2 Mio.  EUR 

Projektzeitraum

2003 - 01/2008