Trinkwasseraufbereitungsanlage Zeigerheim

TWA Zeigerheim

TWA Zeigerheim - FHM- und Kalkmilchanlage

Projektbeschreibung

Unser Planungsbüro untersuchte im Rahmen der Vorplanung zwischen 2003 und 2004 mehrere verfahrenstechnische und bautechnische Varianten für verschiedene Aufbereitungskapazitäten (30.000 m³/d bzw. 60.000 m³/d). Es erfolgte eine Betrachtung der Vor- und Nachteile. Das besondere Augenmerk galt dabei der verfahrenstechnischen Sicherheit und den wirtschaftlichen Aspekten.
Die vorhandenen Anlagen der TWA wurden dabei im Variantenvergleich mit den zugehörigen Maßnahmen wie Sanierung, Umbau, Anbau und Ergänzungsneubau sowohl bautechnisch als auch aus Sicht der Verfahrenstechnik berücksichtigt.
Im Ergebnis der planerischen Bearbeitung der verfahrenstechnischen Varianten mit zugehörigen Baukörperuntersuchungen erarbeiteten wir Kostenschätzungen nach DIN 276 für die einzelnen Kombinationsmöglichkeiten.
Für die Betriebskostenschätzung wurden die jährlichen Aufwendungen für Verbrauchsmaterialien, wie Chemikalien, Elektroenergie und Sonstiges sowie die Personalkosten und die Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung ermittelt.
Die Investitionskosten der unterschiedlichen verfahrens- und bautechnischen Varianten sowie die ermittelten Betriebskosten bildeten die Grundlage einer umfangreichen Kostenvergleichsrechnung nach LAWA-Richtlinie.
Auf den Ergebnissen unserer Vorplanung basierte die Entscheidung des Auftraggebers für ein zukünftiges Ausbaukonzept mit einer langfristigen Planung von notwendigen Investitionen.
Die weitere Bearbeitung verschiedener Teilobjekte von der Entwurfsplanung bis zum Erstellen der Leistungsverzeichnisse fand zwischen 2004 und 2006 statt.
In den Jahren 2007 bis 2009 erfolgte die Realisierung der verfahrenstechnischen Umbauten und Erweiterungen im Bereich der Filterhalle sowie der Chemikalienhalle und die bautechnische Sanierung der Dächer als erste Stufen des Ausbaukonzepts.
Im Bereich der Aufbereitungstechnologie wurde dabei als wesentliche Verfahrensstufe die Aufhärtung durch Kohlensäure-, Kalkmilch- und Kalkwasserzugabe ergänzt. Darauf folgte die Erneuerung der Dosieranlagen zur Flockungsmitteldosierung und die Ergänzung durch eine Flockungshilfsmittelanlage.
Zur Gleichverteilung der Durchflussmengen wurden die Filter in der Filterhalle  mit einer Filterablaufregelung versehen und die komplette Verrohrung an den Filterstirnseiten ausgetauscht.
Ab 2011 sind weitere bautechnische Sanierungen im Innenbereich und im Bereich der Fassaden geplant.
Durch die aktuelle Versorgungsstrategie der TFW für Ostthüringen sind außerdem im Jahre 2011 wesentliche anlagentechnische Ergänzungen notwendig, die sich aus der Auswertung der im Jahre 2010 mit Betreuung durch unser Planungsbüro durchgeführten Leistungsfahrt ergaben.
 

Leistungsphasen

1-9 

Kapazität Aufbereitung

30.000m ³/d

Auftraggeber

Thüringer Fernwasserversorgung, Haarbergstr. 37, 99097 Erfurt

Investitionssumme

7 Mio. EUR

Projektzeit

2003 - 2011