Baustart für den größten „Abwasserparkplatz“ im Zentrum von Berlin

Als finales und auch größtes Einzelprojekt im Rahmen des "Berliner Stauraumprogramms" haben die Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken Berlin IV an der Chausseestraße in Berlin Mitte begonnen.

In der rbb24 - Abendschau vom 16.06.2021 spricht Jörg Simon, Chef der Berliner Wasserbetriebe BWB von einer ingenieurtechnischen Meisterleistung.

Die Baugrube des Speicherbeckens hat einen Innendurchmesser von 42 m und eine Tiefe von ca. 21 m. Derzeit werden die über 30 m tiefen Schlitzwände in das Erdreich eingebracht. Das RÜB IV wird ein Speichervolumen von ca. 17.000 m³ besitzen und nach der Fertigstellung im Jahr 2026 die Kanalisation in Berlin Mitte und auch die Spree entlasten.

Da das Speicherbecken komplett im Erdreich verschwindet, sieht man nach dem Bauabschluss nur noch das Erdgeschoss des Betriebsgebäudes und den etwa 30 m hohen dreizügigen Abluftschornstein. Dieser dient bei der Befüllung durch ein Starkregenereignis zur Ableitung der im Becken befindlichen Luft.

Das Speicherbecken kann bei Überlastung des Kanalnetzes in ca. 30 Minuten gefüllt werden. Für die Entleerung des Speicherbeckens in das Kanalnetz zum Klärwerk Ruhleben werden Kreiselpumpen eingesetzt, die bis zu 700 Liter Abwasser aus dem Becken zum Abwasser-Pumpwerk IV fördern können.

Die Begehung des Speicherbeckens durch Betriebspersonal kann erst nach Leerung und einer ausreichenden Belüftung erfolgen. Für das Freilüften werden zwei Radialventilatoren installiert, welche zusammen eine Luftmenge von mehr als 148.000 m³/h erzeugen.

Weitere Nachrichten

Im August 2018 begann der Bau des neuen Trinkwasser-Hochbehälters an der Fischhausstraße im Norden von Dresden. Die Rohbauarbeiten am Hochbehälter konnten bereits im Oktober 2020 abgeschlossen werden. Mit der Planung und Bauleitung des Hochbehälters Hosterwitz beauftragte die DREWAG NETZ das INGENIEURBÜRO LOPP.

Der neue Hochbehälter hat ein Speichervolumen von 18.000 m³ und wird ab 2021 ca. 82.000 Einwohner rechts der Elbe mit Trinkwasser versorgen. Bei Bedarf kann er um weitere 9.000 m³ erweitert werden.

Neben dem Speichervolumen entsteht mit den erdverlegten Großrohrleitungen und den Leitungen im Schieberhaus ein wichtiger Trinkwasserknoten, der verschiedene Verschaltungen aus Einspeise- und Abgaberichtungen für Wartungs- und Störungsfälle ermöglicht und der dabei den Themen Energieeffizienz und Druckstoßsicherung auf modernstem Wege gerecht wird.

Typischer Abschluss für diesen wichtigen Bauabschnitt ist üblicherweise das Richtfest. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen musste das bereits geplante Richtfest aber leider ausfallen. Die in diesem Zusammenhang vorgesehene Pressemitteilung hat die DREWAG dennoch auf Ihrer Website veröffentlicht:

Video: Neuer Wasserspeicher im Dresdner Norden

Pressemitteilung der DREWAG zum Abschluss der Rohbauarbeiten | 30. Okt - 125.000 Badewannen für Dresden: neuer Wasserspeicher für den Dresdner Norden entsteht

Die Bietergemeinschaft HOLINGER - IWP - INGENIEURBÜRO LOPP erhielt im Oktober 2020 den Zuschlag für die Planung von 3 Seewasserwerken in Sipplingen und die Leitplanung für das Gesamtsystem durch ein VOF-Verfahren.

Auftraggeber ist der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung. Dieser plant die Weiterentwicklung der Trinkwasser-Förder- und Aufbereitungsanlagen in Sipplingen am Bodensee.

Der Auftrag umfasst die Planung von 3 Seewasserwerken (Neubau von 3 Ultrafiltrationsanlagen und einem Pumpwerk) einschließlich der Einbindung in die bestehenden Anlagen der Fernwasserversorgung. Zum Planungsumfang des Loses 1 zählen insbesondere die verfahrenstechnische Planung der Anlagentechnik und die verfahrenstechnische Leitplanung für das Gesamtsystem, die Planung der Bauwerke und der Leitungsnetze sowie weitere Besondere Leistungen.

Geplante Inbetriebnahme:         2028

Im Rahmen eines VOF-Verfahrens erhielt das INGENIEURBÜRO LOPP im August 2020 den Zuschlag für die Planungsleistungen zur Errichtung einer UV-Anlage im Wasserwerk Genderkingen. Auftraggeber ist der WFW - Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum.

In die bestehende Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Genderkingen mittels Chlordioxid-Desinfektion, soll eine Ultraviolett-Desinfektions-Anlage (UV-Anlage) in jeden Filterablauf integriert werden. Weiterhin umfasst der Auftrag die Planung der Elektrotechnik, inklusive Erneuerung der Filter-SPS mit Programmierung und Anbindung an die Zentrale Leitwarte der neuen UV-Anlagen.

Jahres-Aufbereitungsmenge: ca. 30 Mio. m³
Gesamtaufbereitungsmenge: 2.300 l/s (max.)
Projektzeit: 08/2020 - 10/2023

 

Im Nachgang des Junihochwassers 2013 wurde das bestehende Hochwasserschutzkonzept angepasst, um zukünftig Überflutungen zu verhindern.

Für die Hochwasserschutzmaßnahmen, wie die Sanierung bzw. Neuerrichtung der Hochwasserschutzanlagen, den Ersatzneubau einer Brücke mit aufgeweiteten Durchgangsquerschnitt sowie die ökologische Verbesserung des Flusslaufs, erhielt die Arbeitsgemeinschaft "LOPP-DAHLEM-WAGU" den Auftrag zur Planung und Bauleitung.

Beitrag MDR Thüringen

Die Planungsleistungen für die Flutbrücke wurden durch die Ingenieurgemeinschaft Gnade GmbH (als NAN) übernommen.